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Es gibt verschiedene Stimmen zum Thema

Herero-Krieg, -Aufstand oder -Widerstand gegen die Kolonialgewalt.

Dabei muss vor allem eins gesagt werden - manche Sichtweisen sehen die damaligen Vorgänge aus ihrer eigenen Sicht und blenden die für ihre Argumentation unwichtigen Aspekte aus.
Doch auch vermeintlich entschuldigende Aussagen in einigen der nachfolgenden Aufsätze können nicht davon ablenken, dass sehr viele Menschen gestorben sind, viele entwurzelt wurden und viel Leid über die Bevölkerung Namibias gekommen ist - Schwarze wie Weisse.

Die Sicht der Deutschen und vieler Namibier

Die VEM als Nachfolger der Rheinischen Mission und die evangelische Kirche in Deutschland sehen das Jahr 2004 als einen besonderen Anlass, im Dialog mit den Nachkommen der Herero, Damara und Nama und der gesamten namibischen Gesellschaft der Opfer des Völkermordes und des antikolonialen Widerstandskrieges zu gedenken, sie dem Vergessen zu entreißen, an Schuld und die Ursachen und Folgen der Verbrechen der Kolonialzeit zu erinnern und so einen Beitrag zur Versöhnung und Vertiefung der Beziehungen zwischen Deutschen und Namibiern zu leisten. Sie fordern daher die Bundesregierung auf, sich ihrer besonderen Verantwortung für Namibia zu stellen.

Die Sicht einiger Namibier von heute

Das Jahr 2004 begann mit den Gedenkfeiern zu dem hundertsten Jahrestag des Herero-Aufstandes. Nur, Herero-Aufstand hieß es nicht mehr. "Hererokrieg", "Völkermord", "Genozid", "die Gräueltaten der Kolonialherrscher" u.a. waren plötzlich die Schlagworte, mit denen die blutige Auseinandersetzung der Herero mit der Schutztruppe vor hundert Jahren betitelt wurden. Es war eindringlich von Schuld und Sühne die Rede. Es hieß, ich sollte in mich gehen, mit der Geschichte umgehen lernen und Versöhnung und Reue zeigen, um das damals dem Hererovolk angetane Unrecht zu lindern. Ich sollte mich entschuldigen für das, was vor hundert Jahren hier geschehen war. Hier gehts weiter ...

Geschichtsauswertung streng nach Dokumenten aus afrikanisch-historischer Sicht

Brigitte Lau (bis zu ihrem Tod Leiterin des Nationalarchivs von Namibia) hat in ihrem Aufsatz die Original-Quellen des Archivs ausgewertet. Nach ihrer Ausbildung in Südafrika zeigt Brigitte Lau die afrikanische Sicht der Vorgänge, ohne auf deutsche Empfindlichkeiten Rücksicht zu nehmen. Die siegreiche deutsche Schutztruppe wird hier sehr viel differenzierter dargestellt. Der Genozid wird von Frau Lau bestritten, da ihrer Meinung nach einerseits die Schutztruppe nie die heroische Stärke hatte, die in den Armeeberichten nach Deutschland gemeldet wurden und da andererseits die Herero genau das Risiko und auch die Rückzugswege durch die Omaheke kannten. Lesen Sie detaillierter selbst den Artikel im .pdf-Format.
Hier können Sie einen pdf-Reader herunterladen.

Die Sicht der Schutztruppe

Lesen Sie in der Allgemeinen Zeitung den Artikel eines Farmers vom Waterberg, der sich mit der Historie 1904 auseinandersetzt. Herr Schneider beruft sich auf Brigitte Lau, und setzt den Kolonialkrieg in Namibia mit vielen anderen in der Welt, die zur gleichen Zeit stattgefunden haben, gleich.

Die Forderungen einer Teilgruppe der Herero

Die Herero wollen zunächst einmal eine formelle Entschuldigung und Versöhnung wie alle anderen Namibier.
Die Besonderheit ist, dass eine Gruppe der Herero Entschädigungs-Zahlungen nur für die eigene Ethnie will, und dass diese Zahlungen ausserhalb des Einflussbereiches der namibischen Regierung geleistet werden sollen. Der Chief der Herero, Kuaima Riruako, hat stellvertretend für das Volk der Herero im September 2001 Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht. Die Herero verlangen Reparations-Zahlungen für die Schäden, die ihre Vorfahren während des Herero-Aufstandes und des Völkermord-Feldzuges von 1904 bis 1907 durch deutsche Soldaten erlitten haben, und Schadenersatz für Versklavung, Zwangsarbeit, die Erniedrigung gefangen gehaltener Hererofrauen und die planmäßige Vernichtung der Herero-Kultur.




Was steht über 1904 zum Beispiel in Windhoek in der Zeitung ?    ---> Allgemeine Zeitung


Ein Gesprächsforum in Namibia bietet die Infobörse der NADS - Namibisch-Deutsche Stiftung für kulturelle Zusammenarbeit.

Was schreibt die deutsche Presse ?

Eine Auswahl finden Sie auf der Website der Deutsch-Namibischen Gesellschaft.

Ein Leserbrief in der Allgemeinen Zeitung befasst sich mit dem Hererokrieg und der Stellung der Missionare